Silvaner
Der Silvaner war einmal die bedeutenste Rebsorte in Rheinhessen. Die Trauben des Silvaners schmecken vorzüglich als Tafeltrauben. Die im Grunde neutralen, kräftigen, saftigen und nachhaltigen Weine können je nach Herkunft auch von erstaunlicher Vielfalt sein. Unsere Silvaner-Weine sind fruchtig mild und duftig. Trocken ausgebaut eignet er sich zu Gerichten mit Spargel oder zum Fisch.
Müller-ThurgauDer Müller-Thurgau ist die verbreiteste Rebsorte in Deutschland. Trocken ausgebaut wird er auch gerne unter seinem Synonym „Rivaner“ angeboten. Dies kommt daher, dass diese Rebsorte von einem Schweizer Professor Müller aus dem Kanton Thurgau während seiner Zeit in Geisenheim/Rheingau entstand, indem er Riesling mit Silvaner kreuzte. Der Müller-Thurgau ist sehr fruchtbar und seine Weine mild mit feinem Muskatellerton, die bevorzugt im jugendlichen Stadium getrunken werden sollen. Ein mit Restsüße ausgebauter leichter Müller-Thurgau ist ein wahrer Sommerwein. Der Rivaner eignet sich ebenso zum Spargel oder auch als Durstlöscher im Schorle.
Riesling
Der Riesling ist die Königin unter den deutschen Rebsorten. Die Riesling Traube liefert frische, fruchtige meist etwas säurereichere Weine die vor allem an Pfirsich, Aprikose, Grapefruit und Apfel erinnern. Ältere edelsüße Rieslingweine haben einen leichten Duft nach Honig. Die kleinen, saftigen Beeren bevorzugen kühles Klima und liefern die feinsten Weine in Deutschland. Der Riesling bildet in Rheinhessen auch sehr oft die Grundlage für die Winzersekte.
BacchusBacchus ist eine Kreuzung zwischen (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau. Seine Weine sind fruchtig und extraktreich, mit dezentem Muskat-Ton und betontem Bukett. Aufgrund seines betonten Buketts passt der Bacchus eher zur kräftigen Küche. Zu gebratenem Schweinefleisch oder Schinken entfaltet der vorwiegend halbtrocken bis lieblich ausgebaute Bacchus-Wein sein Bukett am besten.
ScheurebeDie Scheurebe ist eine Kreuzung von Silvaner und Riesling durch den Rebenzüchter Georg Scheu, der in Alzey tätig war. Die Weine haben ein sehr aromatisches Bukett das an Schwarze Johannisbeeren und vollfruchtigen Mango- und Mandarinenaromen erinnert. Hohe Qualitäten haben oft auch einen Duft, der an reife Bananen und Birnen erinnert. Zu Gerichten mit kräftiger Soße und zur deftigen Küche wie zu Blut- und Leberwurst aber auch zur Lauchtorte oder zum Zwiebelkuchen passt eine halbtrockene Scheurebe hervorragend.
KernerKerner, benannt nach dem Dichter Justinus Kerner, wurde aus den beiden Rebsorten Riesling und Trollinger gekreuzt und gehört heute bereits zu den Standartrebsorten. Das Mostgewicht liegt im Durchschnitt etwa zehn Grad Öchsle über dem des Rieslings. Die Weine sind sehr frisch und haben eine belebende Säure. Sie sind sehr stoffig und haben einen feinen Muskatton. Apfel- und Pfirsicharomen prägen den Geschmack von jungen Kernerweinen. Kerner, als süße Spätlese ausgebaut, eignet sich sehr gut als Dessertwein zu einem frischen Obstsalat.
Weißer BurgunderDer Weiße-Burgunder ist durch Mutation aus dem Ruländer (Grauer-Burgunder) entstanden. Seine Geschmackspalette reicht von Ananas, grüne Bohne, Walnuss und Quitte bis hin zum Eisbonbon-Ton im Jungweinstadium. Mit seinem verhaltenen Bukett ist er ein idealer Begleiter in der leichten Küche. Seine Stärken liegen in den Gerichten aus Fisch und hellem Fleisch.
Grauer BurgunderDer Graue-Burgunder auch Ruländer genannt ist wahrscheinlich eine Mutation aus dem Blauen Burgunder. Dies wird wohl darauf zurückgeführt, da sich die Beeren der Trauben während der Reife rötlich verfärben. Die Rebsorte Grauer-Burgunder liefert körperreiche füllige Weine mit einer mäßigen Säure und einem arteigenem Bukett an Kastanien, Kokosnüsse und Mandeln erinnernd. So kräftig wie der Geschmack des Grauburgunders sollten auch die Speisen sein, zu denen man ihn genießt. Trocken ausgebaut eignet er sich besonders zu Gerichten mit Wild oder Lamm.
Chardonnay
Chardonnay zählt zu den besten Rebsorten der Welt. 1991 wurde er dann auch in die Liste der zugelassenen Sorten Deutschlands aufgenommen. Seine Weine sind frisch, fruchtig und von rassiger Art. Sein Geschmack ist stoffig und nachhaltig. Chardonnay-Weine werden überwiegend trocken ausgebaut. Sie sind, wie auch der Weiße-Burgunder, ein wertvoller Begleiter zu Gerichten mit Meeresfrüchten.
OrtegaOrtega ist eine Rebsorte die zu den qualitativ hochstehenden Rebsorten zählt, was insbesondere auch für geringere Jahre zutrifft. Der Wein ist elegant und hat ein duftiges Bukett. Bei später Lese werden Weine mit feinem Auslesecharakter gewonnen und nicht selten Beeren- und Trockenbeerenauslesen.
Morio-MuskatMorio-Muskat ist eine Kreuzung zwischen Silvaner x Weißer Burgunder, die nach Peter Morio benannt wurde, der besagte Rebsorte 1928 an der SLFA in Neustadt kreuzte. Dieser Morio-Muskat ist ein typischer Vertreter des Bukettwein-Sortiments. Sein Duft und Geschmack besitzt ein ansprechendes kräftiges Muskat-Bukett, das an einen Rosengarten erinnert. Morio-Weine enthalten daneben in der Regel eine anregende, frische Säure.
Sauvignon blancWahrscheinlich liegt die Herkunft im Südwesten Frankreichs. Der Name könnte von „sauvage“ (wild) und „vignon“ (Weinstock) abgeleitet sein. In Deutschland war der Anbau lange Zeit nicht erlaubt. Nach ersten Ausnahmegenehmigungen in den achtziger Jahren darf die Rebsorte heute bundesweit angebaut werden. In wachsendem Maße setzen Winzer in den Anbaugebieten Baden, Pfalz, Rheinhessen und Württemberg auf die Rebsorte. Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird. Sauvignon Blanc ist neben dem Riesling und dem Chardonnay eine der wichtigsten weißen Reben die angebaut werden. Die Weine haben eine blasse bis goldgelbe Farbe. Ihr Bukett erinnert vor allem an schwarze Johannisbeere aber auch Nuancen von Stachelbeere, Grapefruit, Ananas, Rhabarber und Kräutern sind zu finden. Sein charakteristisch ausgeprägter Geschmack der Johannisbeere ist gepaart mit seiner ansprechenden milden Säure ein idealer Begleiter zu zartem Seefisch, Meeresfrüchten, Kalb oder Geflügel.