Rotweinsorten
 
dornfelderDornfelder
Der Dornfelder kann man wohl als „Newcomer“ in den letzten Jahren bezeichnen. Seine Weine sind tiefrot bis schwarzrot. Sein Duft erinnert an Himbeeren und Brombeeren. Sein Geschmack ist fruchtig, körperreich, nachhaltig mit leichtem Tannin. Selbst eingefleischte Rotweintrinker, die normalerweise Weine aus den mediterranen Gebieten bevorzugen, fanden in dem rheinhessischen Dornfelder ihre neue Geschmacksrichtung. Zu kurz gebratenem Rindfleisch mit einer deftigen Soße oder zum Käsebrett entfaltet er seinen Körper am besten.



blauer_portugieseBlauer Portugieser

Der Blaue Portugieser ist die in Rheinhessen traditionell angebaute Rotweinsorte. Die Weine sind hellrot, eher leicht und fruchtig. Sie duften, ob als Rotwein oder als Weißherbst ausgebaut, nach einem Obstsalat aus Erdbeeren, roten Johannisbeeren und Himbeeren. Der Portugieser zählt zu den etwas leichteren Rotweinsorten und so sollten auch die Speisen sein zu denen er serviert wird. Zu gebratener Ente und Hähnchen harmoniert ein trocken bis halbtrocken ausgebauter Portugieser.




spaetburgunderSpätburgunder

Die Heimat des Spätburgunders liegt im Burgund, wo er als „Pinot Noir“ bezeichnet wird. In Deutschland entstehen aus dieser Rebsorte die besten Rotweine. Seine Weine sind tiefrot mit einem vollmundig, samtigen Geschmack an Brombeeren, Kirschen, Erdbeeren bis hin zu Feigen, Holunder und Bittermandeln erinnernden Aroma. Diese Vielfalt an Aromen beschert ihm die schönste Frucht aller Rotweinsorten. Ebenso vielfältig wie sein Geschmack ist auch die Palette der Gerichte zu denen er passt. Er eignet sich zu allen Gerichten was mit oder aus Wild hergestellt wird. Auch als Begleiter zum gebratenen Lammrücken entfaltet er sein Bukett sehr gut.


Regent

Die Rebsorte Regent ist eine erfolgreiche Neuzüchtung vom Geilweilerhof in Siebeldingen. Dem Institut gelang es 1969 durch die Kreuzung (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin eine pilzresistente Rebsorte zu züchten die nicht gespritzt werden muss. Der Wein ist stoffig, nachhaltig mit einem leichten Tanningerüst. Sein Aroma erinnert an Kirschen und Johannisbeeren. Zu einem schön gefüllten Käsebrett mit reifem würzigem Käse ist er ein idealer Begleiter in gemütlicher Runde bis spät in die Nacht hinein.

dominaDomina
Domina ist ein Kreuzung aus Portugieser x Spätburgunder. Der Wein hat eine sehr dunkle, tiefrote Farbe. Im Geschmack ist er vollmundig und extraktreich mit kräftigem Tannin und erinnert an einen Korb mit dunklen Waldbeeren. Da die Säure und der Gerbstoffgehalt im Jungwein oft etwas hoch liegt, ist es ratsam den Wein etwas länger zu lagern. Der kräftige Wein eignet sich wie die meisten anderen Rotweinsorten besonders zu Wildgerichten und zum Käse.




merlotMerlot

Merlot ist eine der bekanntesten Rotweinrebsorten auf der Welt. Sie wird überwiegend in Frankreich angebaut und dient dort als Verschnittpartner für gerbstoffreichere Weine. Die Rotweine aus der Merlot-Traube sind weich und rund im Geschmack und erinnert an vegetative Geschmäcker wie Paprika und Heu. Sein Duft spiegelt ein ausgeprägtes Beerenbukett der Johannisbeere wieder. Er ist ein wertvoller Begleiter zu Wild und Rinderbraten mit kräftiger Soße und zur Vesper mit Salami, Schinken und Käse.



cabarnet_sauvignonCabernet Sauvignon

Die für viele beste französische Rotweinrebe ist eine der berühmtesten Traubensorten und ist eine Kreuzung aus Cabernet Franc x Sauvignon blanc. Sie wird als Modesorte auf der ganzen Welt angebaut. Der Cabernet Sauvignon wurde in Frankreich bereits im Jahre 1635 urkundlich erwähnt - damals sandte Kardinal Richelieu (1585-1642) dem Abbé Breton mehrere tausend Rebstöcke. Sie verlangt mittlere bis gute Lagen, ist aber anspruchslos gegenüber Boden, weshalb sie die am weitesten verbreitete rote Qualitätssorte ist. Cabernet Sauvignon ist anpassungsfähig, nicht anfällig gegen Fäule und liefert auch bei vollmaschineller Ernte gute Ergebnisse. Der Wein ist granatrot bis tiefdunkelrot und verfügt über ein typisches Bukett von schwarzen Johannisbeeren, Zedernholz und schwarzem Pfeffer. Durch den hohen Gerbstoffgehalt erreichen die Weine erst mit zunehmender Lagerung samtige Harmonie.

frueh-burgunderFrühburgunder
Die rote Rebsorte gehört zu der Gruppe der Burgundersorten, die vermutlich durch eine Mutation aus dem Spätburgunder entstanden ist. Der Name wird durch die frühe Reife hergeleitet, die die Rebe auch vor Krankheiten wie z.B. Botrytis bewahrt. Farbintensive, samtige Rotweine mit hoher Körperfülle und einer niedrigen, harmonischen Säure werden aus den Trauben gekeltert, gute Begleiter zu Braten, Wild und Käse. Bei Blindverkostungen wird er stets deutlich besser bewertet als Spätburgunder vom selben Standort. Der Frühburgunder gewinnt allmählich wieder Raum auf deutschen Weinbergen bzw. in den Weingläsern. In Deutschland wird der Blaue Frühburgunder überwiegend in den Anbaugebieten Ahr, Franken, Baden und Württemberg angebaut.

cabernet-dorsaCabernet Dorsa

Cabernet Dorsa ist eine rote Rebsorte, die 1971 bei einer Kreuzung aus den Rebsorten Dornfelder und Cabernet Sauvignon entstanden ist. Ende 2003 erteilte das deutsche Bundessortenamt offiziell den Sortenschutz und die Zulassung. Das Äußere gleicht zwar dem Dornfelder, dennoch erlangt Cabernet Dorsa höhere Mostgewichte. Die Sorte ist gering anfällig für Winterfrost. Die qualitativ hochwertigen, dichten und nachhaltigen Weine haben internationalen Charakter mit besserer Klimaanpassung an deutsche Verhältnisse. Die Cabernet- bzw. Merlotart ist spürbar aber nicht aufdringlich. Zugleich sind am Gaumen deutliche Kirscharomen spürbar und auch die charakteristische ‚grüne Paprika’ des Cabernet-Sauvignon ist vorhanden. Damit nehmen die Weine eine angenehme Zwischenstellung zwischen fruchtigem "deutschen" Typ und gerbstoffbetonten "internationalen Typ" ein. Die Farbe ist in der Regel sehr gut. Die Weine eignen sich auch gut für den Barriqueausbau.

saint-laurentSt. Laurent
Der St. Laurent wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch den deutschen Apotheker und Weinbaupionier Johann Philipp Bronner aus Frankreich nach Deutschland eingeführt. Von dort aus verbreitete sich die Rebsorte in die Nachbarländer, wo sie in Österreich noch relativ häufig vorkommt. Außerhalb Österreichs baut man sie seit neuestem wieder vermehrt in der Pfalz und in Rheinhessen an. Benannt ist sie nach dem Heiligen Laurentius, dessen Gedenktag der 10. August ist. Immer um diesen Tag herum färbt sich die Traube von hell nach rot. Qualitätsmäßig liegt der St. Laurent zwischen dem anspruchslosen Portugieser und dem hochwertigen Spätburgunder oder Pinot noir, von dem er vermutlich teilweise abstammt. Seine Beeren sind weniger dünnhäutig und damit nicht so anfällig für Verletzungen wie die des Spätburgunders. Der Wein ist von mittlerem Körper und weist einen intensiven Duft nach Waldbeeren und Schwarzkirschen auf.